„Die Frage“ zu Gast am Bezirks­kran­kenhaus Landshut: Reportage über die aufsu­chende Sucht­the­rapie

Kamerateam filmt Pflegekraft während den Vorbereitungen zu ihrem Einsatz.
Im Mittelpunkt der Reportage steht die aufsuchende Suchttherapie. Das Kamerateam begleitete Pflegefachkraft Martina Scharf einen Tag lang bei ihrer Arbeit.

Was passiert nach einer Entgiftung, wenn der geschützte Rahmen der Klinik endet und der Alltag wieder beginnt?

Dem geht die aktuelle Folge von „Die Frage“ nach. Für den dritten Teil der Reihe „Wie kriegen wir Sucht in den Griff?“ war das Team bei uns am Bezirks­kran­kenhaus Landshut zu Gast und hat Einblicke in unsere sucht­me­di­zi­nische Arbeit und insbe­sondere in die intensive ambulante Nachbe­treuung von Pflege­fach­kraft Martina Scharf erhalten.

Die Reportage zeigt, wie wichtig es ist, Menschen mit einer Abhän­gig­keits­er­krankung gerade in der Zeit nach dem statio­nären Aufenthalt weiter zu unter­stützen: dann, wenn sie in ihr gewohntes Umfeld zurück­kehren und dort erneut mit Belas­tungen, Sucht­druck und möglichen Rückfall­ri­siken konfron­tiert sind.

Mit unserer inten­siven ambulanten Nachbe­treuung begleiten wir Patienten der sucht­me­di­zi­ni­schen Station 2.4 auch über den statio­nären Aufenthalt hinaus. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Betrof­fenen die erreichte Stabi­lität zu festigen, Rückfälle vorzu­beugen und Strategien zu entwi­ckeln, die sich im Alltag bewähren. Dazu gehören neben thera­peu­ti­schen Gesprächen auch konkrete Unter­stützung in belas­tenden Situa­tionen und die Begleitung des indivi­du­ellen Recovery-Prozesses.

Die Reportage macht einen Aspekt sichtbar, der für unsere sucht­me­di­zi­nische Arbeit von zentraler Bedeutung ist: Eine erfolg­reiche Behandlung endet nicht mit der Entgiftung oder der Entlassung aus dem Krankenhaus. Gerade der Übergang zurück in den Alltag kann entscheidend dafür sein, ob Behand­lungs­er­folge langfristig erhalten bleiben.

Unsere intensive ambulante Nachbe­treuung wurde von Stati­ons­leitung Milica Cvijic gemeinsam mit Kolle­ginnen und Kollegen mit viel Engagement aufgebaut und weiter­ent­wi­ckelt. Sie ist heute ein wichtiger Bestandteil unseres sucht­me­di­zi­ni­schen Behand­lungs­an­gebots.

Wir freuen uns, dass „Die Frage“ diesen Bereich unserer Arbeit aufge­griffen hat, und bedanken uns beim gesamten Team für das Interesse, die sorgfältige Begleitung und den diffe­ren­zierten Blick auf die Heraus­for­de­rungen der Sucht­be­handlung.

Hier ist die ganze Folge zu sehen: https://youtu.be/sfR0Gyuqwu8?si=cmi2VVUebE-gwPHM