Gut begleitet

von Anfang an

Aufnahme und Ablauf

Ein Klinik­auf­enthalt ist für Kinder, Jugend­liche und Familien ein großer Schritt. Umso wichtiger ist es, von Anfang an zu wissen, was einen erwartet. Wir möchten Orien­tierung geben – verständlich, ehrlich und nah an den Fragen, die Eltern und junge Patienten beschäf­tigen.

Der Weg in die Klinik

Die Aufnahme erfolgt in der Regel nach Einweisung durch eine nieder­ge­lassene Fachärztin oder einen Facharzt – oder nach einem Vorge­spräch in unserer Insti­tuts­am­bulanz. In akuten Krisen ist auch eine kurzfristige Vorstellung möglich. Alle wichtigen Telefon­nummern finden Sie in der Kontakt­spalte.

ANMELDUNG

Olimpia Kras,
Alexandra Fuhr-Kraus

Kontakt

Was erwartet uns in der Klinik?

Bevor eine Behandlung beginnt, nehmen wir uns Zeit für ein persön­liches Gespräch. Dabei können Fragen, Sorgen und organi­sa­to­rische Themen in Ruhe besprochen werden. Der weitere Verlauf wird indivi­duell geplant – je nach Alter, Sympto­matik und Bedarf. Dabei klären wir z. B.: 

  • Stationäre oder teilsta­tionäre Behandlung?
  • Was bringt mein Kind mit – medizi­nisch, schulisch, persönlich?
  • Wie können wir Eltern oder Bezugs­per­sonen aktiv mitwirken?

 

Alles Wichtige dazu – inkl. Packliste, Tages­struktur, Schul­alltag oder Freizeit – finden Sie kompakt im Sorgenfrei-Leitfaden:

Station oder Tages­klinik?

Manche Kinder und Jugend­liche bleiben über Nacht bei uns, andere kehren am Nachmittag nach Hause zurück. Welche Behand­lungsform geeignet ist, besprechen wir gemeinsam im Vorfeld.

Wichtig zu wissen:

  • In beiden Fällen begleiten wir mit einem multi­pro­fes­sio­nellen Team.
  • Jeder erhält einen indivi­du­ellen Behand­lungsplan.
  • Bezugs­per­sonen bleiben wichtige Partner.

Behandlung und Therapie

Nach der Aufnahme stehen der Aufbau einer vertrau­ens­vollen Beziehung sowie die Entlastung der Kinder und Jugend­lichen im Mittel­punkt. Anschließend erfolgt eine umfas­sende Diagnostik, auf deren Grundlage eine indivi­duell abgestimmte Thera­pie­planung erstellt wird.
 
Unser thera­peu­ti­scher Ansatz ist multi­dis­zi­plinär, ressour­cen­ori­en­tiert und flexibel an die indivi­du­ellen Bedürf­nisse der Kinder und Jugend­lichen angepasst.

Eltern und Bezugs­per­sonen: aktiv einge­bunden

Eltern und Bezugs­per­sonen sind ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Wir wissen, wie wichtig das Umfeld für die Entwicklung und Genesung ist, und erwarten daher die aktive Mitwirkung der Eltern am Behand­lungs­prozess. Dazu gehören:

  • Regel­mäßige Eltern­ge­spräche und Famili­en­be­ratung
  • Gemeinsame Thera­pie­bau­steine
  • Teilnahme an Eltern­gruppen
  • Unter­stützung bei Erzie­hungs­fragen oder familiären Heraus­for­de­rungen
  • Eine enge Zusam­men­arbeit mit Schulen, der Jugend­hilfe und externen Behandlern


Unser Ziel ist es, gemeinsam eine tragfähige Perspektive für Familie, Alltag und Zukunft zu entwi­ckeln.

Thera­pie­an­gebote

Unsere Thera­pie­an­gebote sind stati­ons­spe­zi­fisch und folgen einem klar struk­tu­rierten Wochenplan (beispielhaft im Sorgenfrei-Leitfaden skizziert). Die feste Struktur vermittelt Sicherheit, Orien­tierung und Stabi­lität und unter­stützt Kinder und Jugend­liche dabei, erlernte Strategien in ihren Alltag zu übertragen.

Zusätzlich wird bei fachärzt­licher Indikation nach ausführ­licher Bespre­chung mit unseren Patienten und deren Sorge­be­rech­tigten eine pharma­ko­the­ra­peu­tische Mitbe­handlung einge­leitet und begleitet.

Während der Behandlung werden die Kinder und Jugend­lichen darauf vorbe­reitet, schritt­weise in ihr gewohntes Umfeld zurück­zu­kehren. Dabei unter­stützen sie regel­mäßige Belas­tungs­er­pro­bungen sowie die Beratung und Begleitung durch unseren Sozial­dienst und die Milieu­the­rapie.

Schule und Ausbildung

Die Staat­liche Schule für Kranke sitzt in unserem Klinik­ge­bäude und sorgt dafür, dass unsere Kinder und Jugend­lichen weiter lernen können. Der Unter­richt ist an den Wissens­stand und die Stabi­lität der jungen Patienten angepasst, um eine möglichst nahtlose Rückkehr in die Stamm­schule zu fördern.

Jugend­liche, die sich in Ausbildung befinden, erhalten ein indivi­du­elles Angebot an Berufs­schule und Arbeits­the­rapie, entspre­chend ihres Thera­pie­plans.

Entlass- und Übergangs­ma­nagement

Zurück ins Leben – mit einem guten Plan

Die Rückkehr in den Alltag ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Damit dieser Übergang gelingt, startet unser Entlass- und Übergangs­ma­nagement frühzeitig.

Vor der Entlassung besprechen wir mit dem jungen Patienten, den Eltern und der Schule den nächsten Schritt – für einen stabilen Neustart in Leben und Alltag.

Schritt für Schritt zurück

Gemeinsam planen wir im Entlass­ma­nagment den Wieder­ein­stieg in Schule und Alltag – klären, was schon klappt, wo Unter­stützung nötig ist und wer beteiligt wird.

Typische Schritte:

  • Austausch mit Schule, Schul­psy­cho­logie und Jugend­so­zi­al­arbeit
  • Gespräche mit Eltern und Familie zur Perspek­tiv­planung
  • Unter­stützung bei ambulanter Therapie oder Jugend­hilfe
  • Koordi­nation mit externen Fachstellen

Bei der Entlassung von Patienten aus statio­närer oder teilsta­tio­närer Behandlung zeigt sich häufig, dass eine Rückkehr in ihren sozialen Raum scheitert.

Mit der Einführung eines „Übergangs­be­gleiters“ soll dem Patienten, seiner Familie und seinem sozialen Umfeld geholfen werden die sensible Phase des Übergangs vom Krankenhaus in den sozialen Heimatraum erfolg­reich zu gestalten.

Wichtige Aspekte der Übergangs­be­gleitung:

  • Indika­ti­ons­stellung und Anmeldung erfolgen auf fachärzt­liche Einschätzung ca. vier Wochen vor der geplanten Entlassung
  • Enge Koope­ration zwischen Klinik, Eltern, Patient und aufneh­mender Einrichtung
  • Frühe Einbindung der aufneh­menden Einrichtung in die Entlass­phase und abgestimmte (Wieder-)Eingliederung.
  • Indivi­duell angepasste Begleitung mit Fokus auf heraus­for­dernde Situa­tionen und passende Lösungs­stra­tegien.
  • Entstig­ma­ti­sierung und trans­pa­rente Kommu­ni­kation über Erkrankung und Entwick­lungs­fort­schritte.
  • Förderung der Übertragung stabiler Verän­de­rungen ins häusliche Umfeld
  • Geplanter Transfer positiver Inter­ven­tionen, stufen­weise Belas­tungs­stei­gerung, intensive Begleitung beim Übergang.
  • Fester Ansprech­partner im Behand­lungsteam schafft Sicherheit; koordi­nierte Kommu­ni­kation bei Schulen.
  • Ressour­cen­analyse im häuslichen und sozialen Umfeld; alters­an­ge­passte Begleit­struktur.