Tag der Pflege 2025 im BKH Landshut

Eine Frau und ein Mann stehen an einem Infostand beim Tag der Pflege und blicken in die Kamera.
Bild (v.l.): Erik Wolf, stellvertretender Pflegedirektor, und Alexandra Albrecht, Stabsstelle Pflegeentwicklung, informierten mit viel Engagement am Stand im Foyer über den Pflegeberuf und beantworteten die Fragen der Besucherinnen und Besucher.

Gemeinsam mit mehreren Partnern entwi­ckelt das Projektteam eine neue Therapie für Kinder, die unter sozialen Angst­stö­rungen leiden – also zum Beispiel große Unsicherheit oder Angst vor alltäg­lichen Situa­tionen wie dem Sprechen in der Schule oder dem Besuch beim Bäcker.

Der Name des Projekts lautet VISAKI – das steht für Virtuelle Inter­aktion zur Förderung der mentalen Gesundheit bei Kindern. Mithilfe von Virtual-Reality-Technik können Kinder dabei in eine compu­ter­ge­nerierte Welt eintauchen. Dort üben sie spiele­risch, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten – und das ganz ohne Druck.

„Die Kinder begegnen in der virtu­ellen Umgebung zum Beispiel anderen Kindern oder Erwach­senen – darge­stellt durch sogenannte Avatare“, erklärt Studi­en­leiter Prof. Dr.-Ing. Thomas Spittler. „So lernen sie, sich in bestimmten Situa­tionen sicherer zu fühlen – und gewinnen Schritt für Schritt mehr Selbst­ver­trauen.“

Damit die digitale Lösung wirklich zu den Bedürf­nissen der Kinder passt, werden sie von Anfang an einbe­zogen: Aktuell finden an zwei Stand­orten – dem Campus Cham der Techni­schen Hochschule Deggendorf und dem Bezirks­kran­kenhaus Landshut – sogenannte Fokus­gruppen statt. Hier können Kinder ihre Wünsche, Erfah­rungen und Sicht­weisen einbringen. Diese Ideen fließen direkt in die Gestaltung der VR-Therapie ein.

Das Angebot soll die reguläre psycho­the­ra­peu­tische Behandlung unter­stützen, vor allem in der Zeit zwischen Thera­pie­ter­minen oder Klinik­auf­ent­halten. Das Besondere: Die Kinder können auch im Schul­alltag oder von zu Hause aus mit der VR-Anwendung arbeiten. Ziel ist es, Ängste abzubauen und soziale Fähig­keiten zu stärken.

Das Projekt wird vom Bundes­mi­nis­terium für Bildung und Forschung mit rund 1,36 Millionen Euro gefördert. Neben dem Bezirks­kran­kenhaus Landshut sind auch das Univer­si­täts­kli­nikum Bonn, die Digita­l­agentur SOLID WHITE und der Forschungs­dienst­leister YOUSE beteiligt.

Am Bezirks­kran­kenhaus Landshut bringen Fachleute aus der Kinder- und Jugend­psych­iatrie ihre Erfahrung in die Entwicklung der neuen VR-Therapie ein. Perspek­ti­visch könnte der Ansatz auch anderen Alters­gruppen helfen.

Das Projekt läuft noch bis Februar 2028 – mit dem Ziel, dass am Ende möglichst viele Kinder sagen können: „Ich kann das – und ich habe keine Angst mehr.“