Jugendpsychiatrische Intensivstation 3.8

Die Station 3.8 bietet 6 Betten zur Behandlung von Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren, die sich in akuten emotionalen Krisen befinden.

Die akut geschützte jugendpsychiatrische Intensivstation 3.8 bietet hierfür für Jugendliche in akuten psychiatrischen Krisen mit direkter Gefährdung der eigenen Person durch erhebliche Selbstverletzungen und Suizidalität oder direkter Gefährdung anderer Personen oder der öffentlichen Ordnung, sofern diese Gefährdung nicht ausschließlich dissozial motiviert (hier erforderlich der Weg der Eltern über Jugendhilfe und Justiz), sondern im Rahmen psychiatrischer Krankheit (z.B. Psychose) zu erklären ist. Auch Verhaltensprobleme mit erheblicher indirekter Gefährdung der eigenen Entwicklung (z.B. chronische Schulverweigerung) oder der eigenen körperlichen Gesundheit (z.B. schwere Essstörungen mit Kachexie und fehlender Krankheitseinsicht) kommen zur Aufnahme, wenn die Unterbringung vorausgehend nach § 1631b BGB richterlich genehmigt wurde.

Ebenfalls besteht das Angebot zum qualifiziertem Entzug bei vorhandener Motivation, ggf. auch im Rahmen einer familiengerichtlichen Genehmigung. Zudem sehen wir auch Jugendliche zur Diagnostik, Behandlung und Begutachtung unter richterlicher Anordnung.

Die erste Therapiephase fokussiert sich primär auf den Aufbau von vertrauensvollen und sicheren Beziehungen, Entlastung, Ruhefindung und Krisenbewältigung sowie vertiefter diagnostischer Abklärung der psychiatrischen Symptomatik.

Im weiteren Behandlungsverlauf werden die Jugendlichen zunehmend in verschiedene multiprofessionelle therapeutische Angebote eingebunden und sollen hierüber ihre emotionale Stabilität zurückerlangen. Die Therapien umfassen hierbei neben regelmäßigen einzel- und familientherapeutischen Gesprächen, gruppentherapeutische Angebote (bspw. Skillsgruppen, Emotionsregulation, Psychoedukationsgruppe, Medienkompetenz, Alltagsstrukturierung) sowie altersadäquate und dem Funktionsniveau der Jugendlichen angepasste Milieugestaltung.

Zusätzlich wird bei fachärztlicher Indikation nach ausführlicher Besprechung mit unseren Patienten und Patientinnen und deren Sorgeberechtigten eine pharmakotherapeutische Mitbehandlung eingeleitet und begleitet.

Die Jugendlichen sollen im Verlauf auf die Rückführung in das außerstationäre Setting vorbereitet werden. Wir unterstützen die Familien bei der Implementierung von Maßnahmen wie weiterführende (teil-)stationäre Behandlung, ambulanter Psychotherapie und ggf. Jugendhilfemaßnahmen.

Infoflyer Kinder- und Jugendpsychiatrische Intensivstation, Station 3.8
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Kontakt

Dr. Kathrin Eberhart
Oberärztin

 

Florian Moser

Therapeutische Leitung

 

Bianca Vogelberger

Stationsleitung

 

Stationsdurchwahl

0871 6008-380

 

Sekretariat

Tanja Stängl

Evelyn Hollmeyer

Tel. 0871 6008-380

Fax: 0871 6008-284

E-Mail: kj-stations-sek@bkh-landshut.de